Ende März, seit es letzten Donnerstag geschneit hat, zeigt sich die Schweiz eher winterlich. Wir fahren mit Sommerpneus auf schneefreien Strassen nach La Brévine, zum Restaurant Le Bémont zum Mittagessen. Es beginnt zu schneien, die Strasse bleibt nass, 0 Grad. In Macon im Burgund beziehen wir unser Appartement, spazieren zur Kathedrale, zur Saone, dann haben wir genug von der Kälte und gehen in unsere geheizte Bleibe für diese Nacht.
Palmsonntag, ab heute gilt Sommerzeit! Wir fahren los in die Auvergne, die Sonne scheint, es ist 4 Grad. Schwarzdorn und Feuerbusch blühen, Weiden sind zartgrün, der Frühling streckt seine ersten Fühler aus. In Roanne gefällt uns die Kirche aus gelben Steinen, das geöffnete Café daneben mindestens ebenso.
Vorbei an Saint Yorre nach Vichy an der Allier. Weiter auf unserer «Route des Eaux et Églises» nach Volvic, hübsch gelegen am Hang, erbaut auf Vulkangestein.
Nach einer Fahrt im Dauerregen und Nebel gelangen wir nach Orcival, wo wir die romanische Basilika besuchen, die Notre Dame d’ Orcival. Weiter im Regen nach Mont Dore, da wohnen wir im «Sarciron-Palast, einem ehemaligen Hotel im Belle-Epoque-Stil, zu seinen besten Zeiten haben Berühmtheiten hier logiert.
Der Lac Pavin ist erst vor etwa 6900 Jahren nach der letzten Eruption eines Vulkans in der Auvergne (Chaîne des Puys) entstanden. Chaudes-Aiques hat die heissesten Quellen Europas, das Wasser kommt mit 82°C aus dem Boden.
Weiter nach Conques, völlig im Nirgendwo zwischen Aurillac und Rodez in der Auvergne, steht eine umwerfend schöne romanische Abtei, »Sainte Foy» ihr Name.
Nun müssen wir uns sputen, sonst kommen wir nie nach A Coruña. Die Autobahn bringt uns via Toulouse zu den Pyrenäen, ein Tunnel bringt uns nach Spanien
Etwas ausserhalb von Burgos übernachten und essen wir im Hotel Irunako. R vergisst seine airpods!! Sie werden gefunden werden und nach A Coruña geschickt, Glück gehabt.

Der Neue ist auch wieder vollgepackt

Schnee im Val de Travers mit Sommerpneu

erste Prachtskirche in Macon

Roanne

in der Auvergne

Orcival

ehemaliges Belle-Epoque Hotel in Mont d'Or

Mont d'Or

Lac Pavin, vor 6900 Jahren durch einen Vulkanausbruch entstanden

Chaudes-Aigues

Conques

Conques, Abbaye Sainte Foy

U
In Burgos werden wir mit der riesigen gotischen Kirche konfrontiert, Berner Münster hoch 4. Nun endet unsere «Route des Eaux et Églises»....
Rafa, Uxia und Miguel empfangen uns gerne in der Casa o Crego in Vilaquinte, wir erhalten das gleiche Zimmer wie vergangenen Herbst, es ist wie heimkommen.
Rafa macht noch seine Arbeit fertig, dann sitzen wir im Garten zusammen und trinken ein Bier, unterhalten uns wie alte Bekannte. Die Natur ist hier bereits hellwach, die Obstbäume, die Erikabüsche an den umliegenden Hängen blühen, eine Bienenweide, wir geniessen den Frühling.
Auf der Weiterfahrt besuchen wir Piornedo, ein bewohntes «Ballenberg-Dorf. Bei O Puerto de Ancares auf 1669müM gehen wir wandern, es liegt noch etwas Schnee, ist jedoch warm.
Ostermontag, wir sind in A Coruña, es ist heiss, knapp 30 Grad.
Heute Dienstag kommt die Merci ins Wasser
Die Wassertanks werden gereinigt, die Wasserfilter gewechselt, die Kuchenbude gewaschen und verstaut, das Boot abgespritzt, die Fenster geputzt. Der Dinghimotor wird angehängt die Flaggen montiert.
R will die Furlex fetten, versenkt dabei einen Teil der Plastik-Ummantelung. Wir haben etwa 6 Meter unter dem Kiel an unserem Ponton....
Bei einem Händler in Sada können wir das Furlex -Teil bestellen. Wir können zudem unser Steuerrad vorbeibringen, es erhält ein neues Lederkleid.
Der neue Router kommt nach einigem Gefluche auch in die Gänge, so sind wir mit der Welt vernetzt.
Nach Regentagen scheint heute die Sonne, Werft-Angestellte operieren die verklemmte Lenkrad-Bremse in der Steuersäule heraus, revidieren sie und bauen sie wieder ein.
R revidiert unter Gefluche den alten Autopiloten, nun haben wir 2.
Undichte Stellen bei der Genuaschiene werden abgedichtet.
Heute ist windstill, daher Ausblick angesagt. U kurbelt R in den Mast, der defekte Radarreflektor muss runter; R bleibt erfolglos, der Bootsnachbar steigt hoch und es klappt.

In Jaca wird es endlich wärmer

Burgos

neuer Papst gewählt?

Rafa hat das O Crego aufgebaut

O Crego

O Crego

Vilaquinte

Piornedo

O Puerto de Ancares

U
Blauer Montag, wir fahren mit dem Auto ein paar Kilometer und wandern dem Rio Mero flussaufwärts entlang. Brachvögel und Strandläufer suchen nach Fressbarem.
Im Atlantik draussen wütet ein bombastisches Tief von Irland bis südlich von Gibraltar.
Herrliches Wetter, R will nur rasch die neue Fernbedienung der Ankerwinsch montieren. Der Stecker passt nicht durch das Loch, das Kabel ist korrodiert…so geht rasch nicht so schnell.
Mit dem Auto fahren wir nach Muros, zu André von der «SY-K7 solo». Wir bringen ihm seinen nach A Coruña bestellten neuen Radar. Ein Delfin jagt im Hafenbecken.
Zurück auf der Merci werden die Winschen zerlegt, geputzt und wieder montiert.
Unser neues Festboden-Dinghi wird geliefert. Es hat tatsächlich Platz auf dem Vordeck.
Mit Ingor und Frank von der «Ashera» essen wir in der Marisceria «Rios» exzellent.
Zu Fuss in die Stadt, zur Foto-Ausstellung Annie Leibovitz, in der MOP-Fundation.
Heute wird die Bettwäsche gewaschen (mit der Wäsche 700m zum Waschsalon pilgern). So lassen sich Arbeit und Sport kombinieren. R führt den Motorenservice durch inklusive Oelwechsel am Getriebe. Wir finden Getriebeöl auf dem Schiff ist aus dem Jahr 1994 (!), wir kaufen neues.
Am Nami machen wir uns auf zum La Traca, kaufen Böller, um allfällige Orcas zu erschrecken.
Schiffexpertin Marina kommt, prüft unsere Merci auf Herz und Nieren und unterschreibt das vom Schifffahrtsamt gewünschte Papier zur Erneuerung des Flaggenscheins. Das Schiff sei in einem exzellenten Zustand, meint sie.
Der neue Flaggenschein kommt umgehend online, wir drucken ihn auf unserem Drucker aus.
Am Abend geniessen wir im Restaurant «Rio Ulla» arroz con bogavante.
Ein herrlicher Morgen, in der Nacht hatten wir 9 Grad, nun wärmt es kontinuierlich, das Zmorge wird im Cockpit eingenommen, der Heizstrahler im Schapp verstaut.
Gegen Mittag wird es richtig schön, wir packen uns ins Auto und fahren nach «Fragos do Eume». Eine schöne Wanderung auf einem richtigen Wanderweg dem Fluss entlang. Zurück beim Auto merkt R, dass er seinen Autoschlüssel verloren hat, sch... Ich versuche, das Auto mit meinem Schlüssel zu öffnen, es ist jedoch gar nicht abgeschlossen. R öffnet die Fahrertür und findet seinen Schlüssel auf der Fussmatte. Super, jemand hat ihn gefunden und ins Auto gelegt, so cool!
Auf einer Anhöhe (ohne Bäume und Strommasten) fliegt R seine neue Drohne zum ersten Mal. Anschliessend fahren wir hinunter ans Meer bei Arteixo. Ein Schwarzkehlchen lässt sich fotografieren, es gibt einen Wanderweg, ein rostiges Cornet und viele Leute.
Zwei Handwerker entfernen den alten Gasschlauch, R mischt sich ein, kommt gar nicht gut an. Die zwei sprechen fortan kein Wort mehr mit uns. Installiert wird der neue Schlauch von einem anderen Angestellten, einem freundlichen.
R bastelt an Elektrozeugs, er will die analogen Anzeigen vom Motor digital anzeigen können; es dauert den ganzen Tag und am Abend ist er nicht viel weiter, die Übung wird vorderhand abgebrochen.
Wir gehen einkaufen, bringen das Auto in die Marina Coruña in die Einstellhalle und joggen zurück zum Schiff.
Nun sind wir bereit zum Lossegeln.

Die Merci kommt ins Wasser

was läuft den da noch


Bar in La Coruña

Fotoausstellung Annie Leibovitz

Annie Leibovitz

Annie Leibovitz

Fragos de Eume

Winch warten